Die Fauna der Wüste Welches Tier kann überhaupt in einer Wüste überleben? Kaum zu glauben, doch es sind schon weit mehr als eine Hand voll Arten, die sich den Extrembedingungen des Wüstenlebens angepasst haben. Meist sind sie nachtaktiv, sodass sie sich nicht in der größten Hitze auf den Weg machen müssen, um zu jagen oder nach Futter zu suchen.
Zudem schützt eine helle Färbung die meisten Wüstentiere vor den Auswirkungen der großen Hitze, gepaart mit einem eingeschränkten Wasserhaushalt, einem ausgeprägtem „Talent" zum Graben, speziellen Fortbewegungsmechanismen und anderen überlebenswichtigen Eigenschaften. Auch die Fähigkeit, Wasser aufzuspüren, kommt vielen Wüstenbewohnern zugute. Ein Beispiel für hohe Überlebenskunst ist der Wüstenwaran. Als wechselwarmes Tier hat er seine Körpertemperatur ständig unter Kontrolle. Um die Außentemperatur zu messen, kommen spezielle lichtempfindliche Zellen am Kopf des Warans zum Einsatz. Sie messen die Intensität der Sonneneinstrahlung und signalisieren, ob die Temperaturen „niedrig" genug sind, um zu Jagdaktivitäten aufzubrechen. In der extremsten Hitzephase des Tages zieht sich das Tier dann in seine Höhle zurück - die ihn in der Nacht ebenso gut vor der Kälte schützt. |